Bellerivestrasse: Sinnbild einer ideologischen Verkehrspolitik

27. August 2025

Wer derzeit am rechten Seeufer in die Stadt fährt, erlebt es live: Auf der Bellerivestrasse geht fast nichts mehr. Zwei der vier Spuren sind bis 2026 weg – offiziell eine Notreparatur auf 1,6 Kilometern. Pro Stunde zwängen sich hier rund 1400 Autos durch – jetzt auf nur einer Spur pro Richtung. Stau mit Ansage.

Natürlich müssen die über hundertjährigen Leitungen saniert werden. Aber die Bellerivestrasse zeigt exemplarisch, wie fragil Zürichs Verkehr geworden ist: Ein schlecht durchdachter Eingriff – und alles bricht zusammen. Genau hier setzt der lesenswerte NZZ-Leitartikel an: Die Stadt Zürich schottet sich verkehrspolitisch ab. Leidtragende sind Pendler, Gewerbe, ÖV und das Umland. Hier zum Artikel.

Umso wichtiger sind einige Grundsätze festzuhalten:

  • Auf Hauptachsen muss der Verkehr fliessen – sonst weicht er in Wohnquartiere aus.
  • Rettungskräfte und ÖV brauchen verlässliche Durchlässigkeit.
  • Tempo 30 gehört ins Quartier, nicht auf die Hauptverkehrsachsen.

Und genau da setzt die unter anderem vom Regierungsrat, vom Kantonsrat sowie vom TCS und vom ACS unterstützte Mobilitätsinitiative an. Sie stellt klar: Auf Hauptachsen gilt Tempo 50 als Regel, Ausnahmen nur in begründeten Fällen. Der Kanton behält die Hoheit über übergeordnete Strassen – so verhindert man ideologische Alleingänge mit teuren Nebenwirkungen fürs Umland.

Die Bellerivestrasse ist mehr als eine Baustelle – sie ist Sinnbild einer ideologischen, autofeindlichen Politik. Mit einem Ja zur Mobilitätsinitiative am 30. November sichern wir Zürichs Erreichbarkeit für alle – für Auofahrerinnen und Autofahrer, fürs Gewerbe, für den ÖV und die Rettungsorganisationen.

📺 So präsentiert sich die Situation an der Bellerivestrasse: Drei 2er-Trams, ein 4er-Tram und ein Bus stehen still – das Video zeigt es eindrücklich.